Der klassische Yoga

Der Begriff „Yoga“ wird erstmals in der vedischen Zeit etwa 1.000 bis 500 v. Chr. in den Upaniṣads erwähnt. Er wurde schon in dieser Zeit als ein Mittel oder Weg gesehen, die Sinne und Gedanken zu beherrschen. Der Mensch versuchte seine geistigen Schranken zu überwindet und frei zu werden. Die Vermeidung von Zerstreuung und leidverursachender Anhaftung war das große Ziel.

Der klassisch-philosophische Yoga hat erstmals seine Textgrundlage in Patañjalis Yoga-Sȗtra. Gedanken der Upaniṣads werden in den Sȗtra aufgegriffen und weitergeführt, und nach allgemeiner Auffassung sind die Yoga Sȗtra mit der umfangreich vorliegenden Kommentarliteratur die Grundlage für viele spätere Yoga-Traditionen.

 

Patañjalis achtgliedriger Yogaweg

Yama             

Niyama

→ die Beziehungen zu anderen

→ die Beziehung zu uns selbst

Der äußere Weg

 

 Der Yoga des Handelns                                                                

Āsana                                    

Prānāyāma                            

Pratyāhāra     

→ die Körperhaltungen

→ Atemübungen        

→ das Zurückziehen der Sinne

 

Der äußere Weg

 

 Der Zustand, der aus der Handlung entsteht

Dhāranā                                    

Dhyāna                                  

Samādhi         

→ die Konzentration  

→ die Meditation

→ das Verschmelzen mit Allem

 

Der innere Weg

  [vgl. Gérard Blitz „Der Yogaweg des Patañjali“]